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ISO 22000 für mehr Lebensmittelsicherheit

18. Februar 2020

Von der Produktion bis zum Kunden: Mit der ISO 22000 Zertifizierung garantieren Erzeuger, Transportunternehmer, Zulieferer, Lebensmittelhersteller und der Einzelhandel die Lebensmittelsicherheit. Das heißt, idealerweise ist die ganze Produktions-, Transport- und Vertriebskette nach ISO 22000 zertifiziert.

Was ist eigentlich die ISO 22000?

Die Norm ISO 22000:2018 ist ein international anerkanntes Managementsystem zur Sicherung der Lebensmittelsicherheit. Die ISO 22000 besteht aus verschiedenen Komponenten, die unter anderem der Lebensmittelhersteller erfüllen und dokumentieren muss.


Aktive Kommunikation:
Der Lebensmittelhersteller muss alle Informationen zu potenziellen Gefahren seinen Partnern zu Verfügung stellen – sowohl den vorgelagerten Partnern wie Zulieferer als auch den nachgelagerten wie Händler und den übergeordneten Stellen wie den Landes- und Bundesbehörden.

Ganzheitliches Systemmanagement:
Die ISO 22000 betrachtet das Unternehmen als Ganzes. In die Zertifizierung fließen Teile der ISO 9001:2000 ebenso wie Regelungen des HACCP-Standards.

Integration HACCP:
In der Norm ISO 22000:2018 sind die Grundsätze des HACCP-Standards eingearbeitet. Das heißt: Erwartbare Gefahren wurden identifiziert, bewertet, Notfallpläne erstellt und umgesetzt. Es gilt weiter der Grundsatz: vom Acker bis auf den Teller.

Präventivprogramme:
In den Präventivprogrammen werden die Grundvoraussetzungen definiert, die für die hygienische Herstellung, den sicheren Transport sowie den bedenkenlosen Verkauf von Lebensmitteln notwendig sind. Für Hersteller wie Fleischereien, Metzgereien, Bäckereien etc. sind davon besonders die Produktionsstätten betroffen. Betrachtet wird die Arbeitsumgebung, die Lagerung von Lebensmitteln sowie Hygienemaßnahmen wie Hygieneschleusen, Boden- und Schuhreinigung und hygienische Spinde etc.

Lieferkette:
Eine große Stärke der Norm ISO 22000 ist es, dass sie die gesamte Lieferkette betrachtet – vom Primärerzeuger und Lebensmittelhersteller über Produzenten von Verpackungen und Transportunternehmen bis hin zum Händler. Kurzum: Jeder, der mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt, muss die Standards erfüllen.

Dokumentation:
Der Kern der Norm ISO 22000:2018 für Lebensmittelsicherheit ist die Dokumentation. Die zertifizierten Unternehmen müssen jederzeit nachweisen, dass sie alle Maßnahmen korrekt durchführen und entsprechend der Wirksamkeit bewerten.

Vorteile der ISO 22000 für Lebensmittelhersteller

Mit einer ISO 22000 können Lebensmittelhersteller wie Fleischereien oder Bäckereien aufwendige Mehrfachzertifizierungen umgehen. Sie sparen somit Kosten und Zeit. Zum Hintergrund: Mehrfachzertifizierungen gehören in der Branche zur Tagesordnung wie HACCP, BRC und IFS, um nur einige zu nennen. Mit einer ISO 22000 Zertifizierung ist diese Zeit vorbei.

Ein weiterer Vorteil: Die ISO 22000:2018 erlaubt die Integration weiterer Managementsysteme wie ISO 9001:2000. Dies vereinfacht den Prozessablauf im Betrieb und spart Ressourcen ein.

Ebenso wichtig: Als international anerkannte Zertifizierung erlaubt die ISO 22000:2018 die Erschließung neuer Märkte.

Das wichtigste Argument: Fleischereien, Bäckereien und andere Lebensmittelhersteller erfüllen die höchsten Anforderungen an die internationale Lebensmittelsicherheit – und schützen so ihre Kunden und schaffen Vertrauen bei den Kunden und Geschäftspartnern.

Was ist der Unterschied zwischen ISO 22000 und FSSC 22000?

Beim FSSC 22000 handelt es sich um einen aus der ISO-Norm entwickelten Standard. Dieser Standard wird von der international Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt und erfährt zunehmend Akzeptanz in der gesamten Lebensmittelbranche. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass der FSSC auf einer ISO-Norm beruht und nicht Eigentum einer Interessensvertretung ist. Die FSSC 22000 Zertifizierung ist geeignet für Hersteller, die Lebensmittel an internationale Handelsketten und Großhändler liefern, wie auch für Produzenten von tierischen und pflanzlichen Produkten, Produkten mit langer Haltbarkeit sowie von Lebensmittelinhaltsstoffen (z. B. Vitaminen, Biokulturen, Enzymen). Unternehmen, die bereits eine ISO 22000 Zertifizierung besitzen und auf FSSC 22000 umsteigen möchten, benötigen lediglich ein Erweiterungsaudit.

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