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Sozialräume hygienisch einrichten

15. Juli 2020

Jeder Arbeitnehmer in der Lebensmittelbranche nutzt sie: Sozialräume. Hinter dem sperrigen Begriff verstecken sich Umkleideräume, Aufenthaltsräume und Pausenräume. Auch Toiletten und Waschräume gehören zu den Sozialräumen. Bei mehr als zehn Beschäftigten oder wenn die Sicherheit und der Schutz der Gesundheit es erfordern, ist den Beschäftigten ein Pausenraum oder ein Pausenbereich zur Verfügung zu stellen. Wenn die Tätigkeit es erfordert, muss zudem ein Waschraum vorhanden sein. Das sagt die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).

In der Lebensmittelindustrie müssen Sozialräume besonderen hygienischen Anforderungen entsprechen. Nicht selten werden Bakterien, Keime und Verunreinigungen von außen in den Betrieb getragen. Wie richtet man Sozialräume ein, damit sie hygienekonform sind?

Saubere Umkleideräume

Jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin steht ein Spind in einer Umkleide zu. In der Lebensmittelindustrie ist es meist vorgeschrieben, private Kleidung gegen Berufsbekleidung zu tauschen. Wichtig ist dabei, dass die Straßenkleidung nicht in Kontakt mit der Berufsbekleidung kommt. Dieses sogenannte Schwarz-Weiß-Prinzip verhindert, dass über die Kleidung das Personal Verschmutzungen in die Produktion hineinträgt.

Um eine hygienisch einwandfreie Aufbewahrung zu ermöglichen, sind die Spinde mit separaten Bereichen für Kittel, Overall oder Arbeitshosen ausgestattet. Sie verfügen zudem über Ablagen für Schuhe und Kopfbedeckungen. Das Konzept für hygienische Kleidung vervollständigen Schranksysteme für die Weißkleidung sowie ein geregelter Schmutzwäscheabwurf und eine Schuhaufbewahrung.

Hygienische Pausenräume

Die Hände der Mitarbeiter sind ein erheblicher Risikofaktor. Die meisten Krankheitserreger werden über die Hände übertragen. Der Gesetzgeber verlangt nicht von ungefähr hohe Hygieneanforderungen an die Handhygiene. In Pausenräumen erfolgt die Handreinigung meist über Handwaschbecken. In sensiblen Produktionsbereichen sollten die Waschbecken über Sensorarmaturen verfügen. Das Wasser fließt nur, wenn die Hände unter den Edelstahlauslauf gehalten werden. So wird eine Kontaminierung durch die Armatur vermieden. Auch die Spender von Flüssigseife oder Desinfektionsmittel sollten möglichst berührungslos sein.

Die Waschbecken müssen so platziert sein, dass das Personal nach jeder Pause die Hände wäscht. Absolute Sicherheit bieten hier Hygieneschleusen mit Einlasskontrolle. Nur wer die Schleuse durchläuft, kommt in die Produktion. Umfangreiche Hygieneschleusen reinigen nicht nur Hände, sondern auch Schuhe und Sohlen.

Tipps für WCs, Waschräume und Duschen

Was für den Pausenraum gilt, gilt auch für Toiletten und Waschräume. Handwaschbecken sowie Seifenspender sollten im Idealfall berührungslos in Gang gesetzt werden. Die Trocknung der Hände erfolgt am besten über Handtrockner, die mit Keimfiltern ausgerüstet sind. Ebenso wichtig: eine leicht zu reinigende, hygienische Ausführung der Waschbecken sowie eine hygienische Grundausstattung gehören ebenfalls in jeden Sozialraum.

Für Waschbecken, Armaturen und Schränke sind Ausführungen in Edelstahl aus hygienischen Gründen sinnvoll. Edelstahl lässt sich aufgrund seiner glatten Oberfläche leicht reinigen und desinfizieren. So siedeln sich Keime und Bakterien gar nicht erst an. Bei Schränken bieten sich geschliffene Oberflächen sowie lackierte, verzinkte Stahlblech als Alternativen an. Prinzipiell sollten Sozialräume so eingerichtet sein, dass sich Böden, Wände und Inventar leicht reinigen lassen.

Lösungen für Sozialräume

Jeder Bereich eines Sozialraums hat seine eigenen hygienischen Anforderungen. PHT bietet Ihnen ein Gesamtkonzept und liefert entsprechende Komponenten wie beispielsweise Spinde, Handwaschbecken, Hygieneschleusen oder auch Bodenentwässerungssystemen. Sprechen Sie uns an. Gemeinsam entwickeln wir ein Konzept für hygienekonforme Sozialräume in Ihrem Betrieb. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.